Der 17. September 2010 war ein guter Tag für die Geschäfte der Firma Segmüller - und damit für viele Menschen, die auf der Schattenseite des Lebens stehen. Zehn Prozent des Tagesumsatzes in den fünf Einrichtungshäusern und zwei Studios versprach der „Möbelgigant", für soziale Einrichtungen und Projekte zu spenden.
Der Aufforderung „Zeig Herz beim Möbelkauf" folgten so viele Kunden, dass Geschäftsführer Andreas Segmüller von einem „historischen Ereignis" sprechen konnte: 304 000 Euro kamen insgesamt zusammen. Die an den einzelnen Standorten erwirtschafteten Beträge fließen an örtliche Einrichtungen. 29 865 Euro gingen so an die Kartei der Not. Ellinor Scherer, die stellvertretende Kuratoriumsvorsitzende des Leserhilfswerks unserer Zeitung, bedankte sich für diese ungewöhnlich hohe Summe, mit der unverschuldet in Not geratenen Menschen in der Region geholfen werden kann. Das reiche vom Zuschuss für ein warmes Mittagessen in der Schule bis zur Finanzierung
behindertengerechter Fahrzeuge, berichtete die Geschäftsführerin der Kartei der Not, Susanne Donn.
Ebenfalls 29 865 Euro erhält die Elterninitiative krebskranker Kinder. Der Verein wurde vor 25 Jahren von betroffenen Eltern und Mitarbeitern der Kinderklinik am Augsburger Zentralklinikum gegründet. Erste Zielsetzung war damals der Bau eines Elternhauses, damit Mütter und Väter während der Behandlung in der Nähe ihrer Kinder sein können. Heute unterstütze der Verein nicht nur Eltern und Kinder in Notlagen, sondern finanziere auch eine Typisierungsaktion für Knochenmarksspender, sagte Geschäftsführer Thomas Kleist. Sie findet heuer am 9. Oktober statt. Als gemeinsame Spende aller Segmüller-Häuser wurde außerdem eine mobile Trinkwasseraufbereitungsanlage samt geländegängigem Pick-up finanziert. Die Präsidentin des Bayerischen Roten Kreuzes, Christa von Thurn und Taxis, nahm diese Spende im Wert von 70000 Euro für die Flutopfer von Pakistan entgegen. Noch nie habe eine Aktion ein so positives Echo gefunden, freute sich Andreas Segmüller über den großen Zuspruch. Denn soziales Engagement hat in der Unternehmerfamilie zwar Tradition, doch meistens läuft es hinter den Kulissen ab.
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