09.05.2012 - Benefizkonzert zugunsten der Kartei der Not war ein Megaerfolg! Eine fetzige Rocknacht erlebten die rund 1000 Gäste am Freitag bei Rock im Donaupark. Fünf Bands – Sarah Straub, The Impression, Killerpilze, Benzin und Cardiac – sorgten bis in die Morgenstunden für ein Power-Event im Dillinger Donaupark.
Moderator Alex Kunz war ein launiger Begleiter durch die lange Nacht.
„Ihr Markenzeichen ist ihre unverwechselbare Stimme – und natürlich ihr Charme“, kündigte er dann den ersten Act, Sarah Straub und Band, an. Und die Gundelfingerin setzte auf poppige Klänge. „Es wird ein bisschen ruhiger“, sagte die Sängerin noch, um nicht allzu leise „Stronger“ zu starkem Schlagzeugrhythmus anzustimmen.
Mal zu weichem Cello, mal zu markantem Akkordeon, aber immer mit viel Gefühl und Power in der souligen Stimme präsentierte Sarah Straub ihre Songs, bevor The Impression die Bühne stürmte.
In lässigen T-Shirts und Jacketts fetzten die hauptsächlich aus Lauingen stammenden Musiker über die Festzeltbühne, lebten ihren Sound.
Mit tiefer, eingängiger Stimme sang Benjamin Burgess ein grooviges „A Traveller’s Tale“. Bassist Mario Rossmann drehte sich einem Derwisch gleich um die eigene Achse, schwang das Handtuch, mit dem er sich den Schweiß vom Gesicht wischte, über den Kopf und tupfte in den rauschenden Gitarrensound fette Akzente. Sänger Benjamin Burgess rief ein „Fucking Rock-’n’-Roll“ ins Mikrofon. Die Gäste waren sofort dabei, tanzten, jubelten ausgelassen.
Killerpilze waren die Lieblinge
Ohne den anderen Bands etwas abzutun, klarer Favorit in der Publikumsgunst waren die Killerpilze, für die manche Fans sogar bis aus Österreich und Berlin angereist waren. Auch in ihrem zehnten Jubiläumsjahr lösen die „Pilze“ so große Begeisterung aus, dass die Gitterbarriere vor der Bühne in Gefahr geriet. Die jüngsten Fans klatschten auf den Schultern der Väter mit, wie die neunjährige Emma. „Ist ja klar, wenn der Lieblingsfilm ‚Die Vorstadtkrokodile’ ist“, erklärte ihr Vater Benjamin Böhm-Hommel mit einem Augenzwinkern. Das Publikum hüpfte in die Höhe und klatschte begeistert im Takt. Besonders Sänger Jo zeigte sich launig, als er erzählte, wie die Jungs zu Hause von der Mutti empfangen wurden, um Rasen zu mähen: „Hier wird man auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.“
Und nach einer Stunde Vollgas forderte der Sänger das Publikum auf: „Wenn wir etwas verbessern können, schickt eine Notiz an die Leserbriefredaktion der Donau-Zeitung.“ Die Killerpilze selbst zeigten sich im Gespräch mit unserer Zeitung hochzufrieden über den Showact. Jo: „Das war das beste Dillinger Konzert in zehn Jahren – das kann ich wirklich sagen. Eine fette Sause.“
Während die Drei im hinteren Teil des Zelts noch Autogramme gaben und mit ihren Fans für Erinnerungsfotos posierten, starteten die Punkrocker von Benzin auf der Bühne durch und präsentieren ihre Songs, „deutschsprachige Gitarrenscheiße“, wie sie ihren Sound selbst bezeichnen.
Sie spielten ihr rockiges „Streichholzschachtelmasterplan“ und ein paar Punks schafften sich vor der Bühne Platz, um über den Holzboden zu poltern. Dazu rockten die „Benziner“ über Fußball und setzten ihrem Heimatdorf mit einem dreckig-punkigen Song ein Denkmal.
Mit der Aufforderung an die Zuhörer, am Merchandise-Stand noch ein Bier mit ihnen zu trinken, verabschiedeten sich die vier Musiker nach ihrem coolen Auftritt von der „Rock im Donaupark“-Bühne. Platz für Cardiac, die letzte Band des Abends. Und die Death-Metaler gaben so richtig Gas.
Frontman Ferdinand Walter grölte ins Mikrofon, ließ seine Dreadlock-Zöpfe kreisen, wütete mit seinen Musikern über die Bühne. Die Bässe donnerten durch das Zelt, die Gitarristen trieben mit starken Akkorden den peitschenden Beat hoch, während einige Fans im Moshpit ihre langen Haare schwangen und durch das Zelt rumpelten, beevor „Rock im Donaupark“ sein lautes, energiegeladenes Ende fand. vN, Saly, Eva, Uta
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